Surfen, mailen, chatten, bloggen – das Internet und die neuen Online-Technologien ermöglichen Kommunikation und Information in bislang ungewohntem Ausmaß. Diese Chancen bergen aber auch Gefahren. Viren, Dialer oder illegale schädliche Inhalte können auf dem eigenen Computer landen, aus anfänglich netten Plaudereien im Chat können Belästigungen entstehen oder persönliche Daten werden ausspioniert und missbraucht. Beim „Safer Internet Programm“ der Europäischen Union geht es darum, die Kompetenz der Bürger/innen im Umgang mit dem Internet zu stärken, damit Risiken minimiert und Chancen genutzt werden können. Die Initiative klicksafe ist das deutsche Safer Internet Centre in diesem Programm.

| Titel | klicksafe – Die Initiative für mehr Sicherheit im Netz | Ziel | Kompetenzen stärken im Umgang mit dem Internet |
| Zielgruppe | Eltern, Pädagog/innen, Kinder und Jugendliche, Multiplikator/innen | Maßnahmen | Webseite klicksafe.de / Kampagne / Netzwerk / Qualifizierung |
| Laufzeit | seit 2005 | Träger | Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK), Landesanstalt für Medien NRW (LfM) |
| Internet | www.klicksafe.de | Auftraggeber | Europäische Union (Safer Internet Programm) |
Praktische Hilfe
klicksafe ist die zentrale Anlaufstelle für all jene, die sich über einen sichereren Umgang mit dem Internet informieren möchten. Als deutsches Safer Internet Centre bietet es sowohl Eltern und Lehrer/innen als auch Heranwachsenden praktische Hilfestellung zum Surfen im Netz. Bereits bestehende Informationsangebote und Initiativen werden bundesweit vernetzt und verlinkt. Die Plattform www.klicksafe.de informiert umfassend über Sicherheitsthemen im Internet. Neben grundlegenden Infos und Tipps gibt es aktuelle Meldungen und viele praktische Materialien (Flyer, Broschüren).
Safer Internet Programm
Das „Safer Internet Programm“ der Europäischen Kommission geht auf die Initiative der Generaldirektion Informationsgesellschaft und Medien zurück. In einem ersten Schritt wurden Internetbeschwerdestellen in allen europäischen Ländern aufgebaut. Daneben setzt die Initiative auf die Entwicklung technischer Filterprogramme. Und schließlich sollen die Bürger/innen für das Gefahrenpotenzial im Internet sensibilisiert werden. Hier liegen die entscheidenden Aufgaben für die nationalen Safer Internet Centre, nämlich Eltern, Pädagogen, Kinder und Jugendliche aufzuklären und Kompetenzen zu vermitteln. Den Anbietern von Internetseiten werden Möglichkeiten aufgezeigt zu höherer Sicherheit im Internet beizutragen. klicksafe ist das deutsche Internet Centre im „Safer Internet Programm“.
Vier Aktionsfelder
„Mehr Sicherheit im Internet durch Medienkompetenz“ - so lautet der Slogan von klicksafe. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet die Initiative schwerpunktmäßig in vier Aktionsfeldern:
- Kampagne: Bundesweite Sensibilisierungsaktionen für Internetsicherheit (Safer Internet Day, Aufklärungsspots) / Ansprache aller Zielgruppen / Organisation themenbezogener Veranstaltungen (klicksafe Preis für Sicherheit im Internet).
- Netzwerk: Aufbau und Pflege eines Netzwerks mit Anbietern und Akteuren, die über Sicherheit im Internet aufklären und Medienkompetenz fördern / Förderung der Diskussion zwischen Verantwortlichen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Technik / Gemeinsame Durchführung von Maßnahmen zu aktuellen Sicherheitsfragen.
- Website www.klicksafe.de: Nationale Plattform und unabhängiges Informationsportal / Bündeln von Informationen über Sicherheit im Internet / Vorstellung empfehlenswerter Initiativen und Projekte / Information über aktuelle Entwicklungen, Chancen und Risiken des Internets / Einbindung von Informationen aus anderen europäischen Staaten / Information über Internetbeschwerdestellen (Hotlines).
- Qualifizierung: Entwicklung und Durchführung von bundesweiten Schulungen mit Lehrer/innen und Pädagog/innen / Unterstützung von Schulungen für Kinder, Jugendliche, Eltern, Pädagoge/innen und Multiplikator/innen zu Chancen und Risiken des Internets / Förderung der Internetkompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund.
klicksafe-Konsortium
klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt. klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programm der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an. Mit der Verabschiedung des "Safer Internet Programme 2009-2013" durch das Europäische Parlament und den Rat Ende 2008 ging das Programm in die mittlerweile dritte Runde und wurde um weitere vier Jahre verlängert. Die Schwerpunkttätigkeiten der LfM während der dritten Projektphase von klicksafe liegen in den Bereichen Elternarbeit, Migration, Netzwerkentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit.