JAM! Jugendliche als Medienforscher

Jugendliche beobachten ihre eigenen Mediengewohnheiten und werten sie mit wissenschaftlichen Methoden aus. Das ist das grundlegende Prinzip von „JAM! Jugendliche als Medienforscher“. Die beteiligten Schüler/innen werden angeregt, ihre eigene Mediennutzung zu hinterfragen. Dafür wurden praktische Lernmaterialien zu den Themen Fernsehen, Internet, Handy und Computerspiele erstellt. In Zusammenarbeit mit zwei Hauptschulen wurden diese Materialien erprobt und alltagstauglich überarbeitet. Auf der Projekthomepage stehen vier Lernmodule zum Download bereit.

Logo JAM / Link zur Projekthomepage

TitelJAM! Jugendliche als MedienforscherZielJugendliche zur Auseinandersetzung mit Mediennutzung anregen / praxisnahe Unterrichtsmaterialien erstellen
ZielgruppeSchüler/innen, Lehrer/innenMaßnahmenAktive Medienforschung von Jugendlichen (Reflektion eigener Mediennutzung) / Begleitung auf Projekthomepage / Konzeption und Bereitstellung von Lernmaterialien
Laufzeitseit 2007Trägerecmc Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH / im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW (LfM)
Internetwww.projekt-jam.deKooperationSchulen ans Netz / Westdeutscher Rundfunk (WDR) / Apple Computer


Jugend forscht
Jugendliche sind häufig Gegenstand von Mediennutzungsstudien, in denen ihr Medienkonsum beobachtet und analysiert wird. JAM! macht aus den Beobachteten kritische Beobachter/innen und forschende Fragensteller/innen. "Sehen mehr Mädchen als Jungen Casting-Shows im Fernsehen? Wann und an wen werden SMS verschickt? Wie präsentieren sich Jugendliche in Weblogs und Chats?" Fragen wie diese werden von jugendlichen Hauptschüler/innen gestellt und diskutiert. Die Schüler/innen werden dazu angeregt, die eigene Mediennutzung zu hinterfragen. Sie machen ihre Mediengewohnheiten zum Gegenstand eigener "Medienforschungsprojekte".

Instrumentelle Medienkompetenz
Jugendliche entwickeln mit pädagogischer Begleitung eigene Methodiken und kleine „Forschungsprogramme“, die ganz praktisch umgesetzt werden. Die empirischen Projektergebnisse werden von den Jugendlichen selbst medial aufbereitet und auf der Projekthomepage http://www.projekt-jam.de/ veröffentlicht und kritisch bewertet. JAM! verbindet Medienforschung und Medienbildung mit der didaktischen Idee des forschenden Lernens. Schüler/innen, die ihre eigene Mediennutzung mit einfachen wissenschaftlichen Methoden systematisch beobachten, auswerten und darstellen, entwickeln grundlegende methodische, fachliche und soziale Kompetenzen, die für das Leben, Lernen und Arbeiten in der heutigen Medien- und Wissensgesellschaft wichtig sind.

Praktisches Material
Im Projekt JAM! entstanden praxisorientierte Lernmodule für den Unterricht, die von Lehrer/innen eingesetzt werden können. Das Lehrmaterial enthält inhaltliche, methodische und didaktische Informationen zur Bearbeitung von Forschungsprojekten zur Mediennutzung, die von Schüler/innen konzipiert, durchgeführt und ausgewertet werden können.
In den vier Lernmodulen wird jeweils eine zentrale Forschungsfrage bearbeitet:

  • Erforschung der Fernsehnutzung
    Aus welchen Gründen und mit welchen Motiven schauen Jugendliche und andere Zielgruppen nichtfiktionale Unterhaltungsangebote wie Casting- oder Reality-Shows im Fernsehen?
  • Analyse von Chats im Internet
    Wie und worüber kommunizieren Jugendliche im Chat?
  • Beobachtung des Handynutzungsverhaltens
    Welchen Stellenwert hat die Handynutzung im Alltag Jugendlicher?
  • Erforschung des Computerspielerlebens
    Wie nutzen Jugendliche Computerspiele und wie erleben sie die virtuellen Spielwelten?

Link zu http://www.projekt-jam.de/lernmaterialien/Um diese Fragen zu beantworten, wenden die Schüler/innen verschiedene Forschungsmethoden an (Befragung, Inhaltsanalyse, Selbstbeobachtung, Leitfadeninterview). Die vier Lernmodule haben einen unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad. Und auch innerhalb eines Moduls können die Materialien im Unterricht flexibel eingesetzt werden. So können die Inhalte immer auf die jeweilige Klasse angepasst werden. Schüler/innen und Lehrer/innen können die JAM!-Materialien auch als Werkzeugkasten nutzen, um eigene Medienforschungsprojekte zu starten - von der Entwicklung der Fragestellung über die methodische Umsetzung bis zur Interpretation der Ergebnisse. Erprobt wurden die Lernmodule an neunten Hauptschulklassen. Durch den modularen Aufbau können sie aber in der Sekundarstufe I und II in verschiedenen Schultypen eingesetzt werden.

Material steht bereit
Auf der JAM!-Homepage werden alle Lernmaterialien zum Download angeboten. In den vier Modulen wird jeweils zwischen dem "medienwissenschaftlichen Hintergrund“ und dem "didaktischen Leitfaden" unterschieden. So können sich Pädagog/innen umfassend auf ein Thema vorbereiten. Ein Begleitheft zum Projekt JAM! informiert zudem ausführlich über die Hintergründe und Ziele.

Kritische Selbstbeobachtung
Bisherige Medienkompetenz fördernde Projekte in der Schule haben den Schwerpunkt meist auf die Bereiche Medienanalyse (z.B. Film besprechen) oder Mediengestaltung (z.B. Homepage bauen) gelegt. Die kritische Reflexion von Mediennutzung spielte bisher in schulischen Konzepten nur eine untergeordnete Rolle. Vor diesem Hintergrund verfolgt das Projekt „JAM! Jugendliche als Medienforscher“ das Ziel, Jugendliche für Medieninhalte zu sensibilisieren und zur bewussten Auseinandersetzung  mit der eigenen Mediennutzung zu ermutigen.

JAM!-Partner
JAM! wird im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW von der ecmc Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH durchgeführt. Partner für die pädagogisch-didaktische Konzeption und Ausgestaltung der vier Lernmodule ist Schulen ans Netz e. V. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und Apple Computer unterstützen als weitere Partner das Projekt.

 

Kontakt:

Landesanstalt für Medien NRW (LfM)
Antje vom Berg
Zollhof 2 / 40221 Düsseldorf
Tel.: 0 2 11 / 77 007 0
Fax: 02 11 / 72 71 70
info@lfm-nrw.de

Projekt JAM!Logo JAM / Link zur Projekthomepage

c/o ecmc GmbH
Dr. Harald Gapski
Bergstraße 8 / 45770 Marl
Tel.: 02365 / 9404 52
Fax: 02365 / 9404 29
info@projekt-jam.de

www.projekt-jam.de

 


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