Heranwachsen mit dem Social Web – Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen

 

Internetnutzer/innen haben immer mehr Möglichkeiten, eigene Inhalte im Netz zu veröffentlichen. Durch neue  Anwendungsmöglichkeiten, vereinfachte Technologien und breitbandige Verbindungen entwickelte sich das Internet in den letzten Jahren immer mehr zu einem „Mitmachnetz“. Diese Entwicklung wird unter dem Schlagwort „Web 2.0“ diskutiert. Aber wie gehen Jugendliche mit den vielen Mitmach-Möglichkeiten im Internet um? Welche Bedeutung für die Sozialisation von Heranwachsenden haben Angebote des so genannten Social Web wie Netzwerkplattformen (z. B. schülerVZ, studiVZ), Videoplattformen (z. B. YouTube), Instant Messaging-Dienste (z. B. ICQ, MSN) sowie Weblogs und Wikis?


 

TitelHeranwachsen mit dem Social Web – Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen ErwachsenenZielNutzungsgewohnheiten im Web 2.0 sollen mit Blick auf eine kritisch-kompetente Nutzung eingeordnet werden
GegenstandAktive Mitwirkung von Jugendlichen bei der Gestaltung von WebinhaltenMaßnahmenQuantitative und Qualitative Untersuchung
PublikationJan-Hinrik Schmidt, Ingrid Paus-Hasebrink, Uwe Hasebrink (Hrsg.):Heranwachsen mit dem Social Web: Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.Berlin (Vistas) 2009. Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM), Band 62.ISBN 978-3-89158-509-2; 352 Seiten, 22,- Euro AuftragnehmerProf. Dr. Uwe Hasebrink, Hans-Bredow Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg; Prof. Dr. Ingrid Paus-Hasebrink, Universität Salzburg.

 

Rolle von Web 2.0
„Heranwachsen mit dem Social Web – Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, so lautet der Titel des Forschungsprojekts, das im Auftrag der LfM von der Universität Salzburg und vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung durchgeführt wurde. Die Studie erläutert auf breiter empirischer Basis, wie 12- bis 24-Jährige über die neuen Kommunikationsmöglichkeiten denken, wie sie im Alltag damit umgehen und welche Unterschiede sich dabei je nach Alter, Geschlecht und sozialem Hintergrund zeigen.

Sachliche Auseinandersetzung
Das „Web 2.0“ steht einerseits für besondere Chancen, die sich daraus ergeben, dass die Internet-Nutzer/innen nicht nur selbst Inhalte anbieten, sondern auch das Netz für die verschiedensten Formen von Beziehungspflege nutzen können. Andererseits steht es aber auch für besondere Risiken wie problematische Online-Bekanntschaften und die Preisgabe privater Daten, „Cybermobbing“ und Hassgruppen. Die LfM-Studie schafft die Grundlage für eine sachliche Auseinandersetzung mit diesem wichtigen und heute bereits alltäglichen Bestandteil der Medienlandschaft. 


Methodisches Vorgehen

Die Untersuchung, die von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) in Auftrag gegeben wurde, stützt sich auf eine Analyse der wesentlichen Angebotsmerkmale des so genannten Social Web, Gruppendiskussionen und Einzelinterviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie eine Repräsentativbefragung unter zwölf- bis 24-jährigen Online-Nutzern in Deutschland. Dem Begriff Social Web werden dabei vor allem Netzwerkplattformen (z. B. schülerVZ, studiVZ), Videoplattformen (z. B. YouTube), Instant Messaging-Dienste (z. B. ICQ, MSN) sowie Weblogs und Wikis zugerechnet.


Mehr Informationen:

Zusammenfassung der Ergebnisse als PDF
Zentrale Ergebnisse der Studie können hier direkt nachgelesen werden.

Publikation: Heranwachsen mit dem Social Web
Die Studie ist in der Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) als Band 62 erschienen.

Projektblog des Hans-Bredow-Instituts und der Universität Salzburg
Passend zum Gegenstand der Untersuchung wird der Verlauf des Forschungsprojekts in einem Weblog dokumentiert.


„Heranwachsen mit dem Social Web“ - Selbstinszenierung und Kontaktpflege
Die Ergebnisse der Studie wurden Ende April 2009 in Düsseldorf vorgestellt.

Streetwork auf der Datenautobahn – Neue Herausforderungen für die Pädagogik
Bei LfM-Fachtagung am 23.9.09 wurden praktische Ansätze vorgestellt

Die digitale Clique - Jugendliche in Social Networks
Mehr Hintergründe zum Phänomen der sozialen Netzwerke im Internet.

 


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