Mit Medien leben lernen

 

Ein Leben ohne Medien ist nicht mehr vorstellbar. Neben TV, Radio und Zeitungen sind in den letzten Jahren Computer, Internet, Handy und Co. zu selbstverständlichen Begleitern im Alltag geworden. Medien durchdringen heute alle Lebensbereiche. Sie sind eine wesentliche Sozialisationsinstanz und zugleich ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Umso wichtiger ist es, dass der gekonnte und selbstbestimmte Umgang mit Medien gefördert wird.


Mensch im Mittelpunkt
Medienkompetenz ist zu einer Schlüsselqualifikation in der Gesellschaft geworden. Dabei gibt es nicht die Medienkompetenz, sondern jeweils individuelle Ressourcen, Problemlagen und Handlungsnotwendigkeiten. Die Förderung von Medienkompetenz setzt jeweils am Individuum an. Der einzelne Mensch braucht Lern-, Erprobungs- und Erfahrungsräume, um alle Arten von Medien in sein Handlungsrepertoire einzubauen und für eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Medienverhalten.


Gesetzlicher Auftrag

Die Landesanstalt für Medien NRW schafft Strukturen, damit diese individuellen Räume möglich werden. Die LfM hat die gesetzliche Aufgabe, Medienkompetenz im Land zu fördern, Medienerziehung zu unterstützen und zum selbst verantwortlichen Umgang mit allen Formen analoger und digitaler Medienkommunikation sowie zur gleichberechtigten Teilhabe an ihr beizutragen (§ 39 LMG NRW). Im Landesmediengesetz verankert ist zudem die Aufgabe der Förderung von innovativen Projekten der Medienerziehung, von Formen des selbst organisierten Lernens, von Projekten zur Förderung von Medienkompetenz und der Aus- und Fortbildung in Medienberufen (§ 88 Abs. 3 LMG NRW).


Handlungsfelder
Die konkrete Förderung von Medienkompetenz wird in verschiedenen Handlungsfeldern umgesetzt:

Aktuelle und praxisnahe Informationen zu den verschiedenen Projekten, Angeboten und Aktivitäten finden sie auf diesen Seiten des Medienkompetenzportals NRW und auf der Homepage der LfM.


Leitbilder des Handelns
Grundlage für die vielfältigen Aktivitäten der LfM zur Förderung von Medienkompetenz sind verschiedene Leitbilder. Diese Leitbilder definieren die Ziele, die mit den Projekten und Förderaktivitäten erreicht werden sollen:

  • Die LfM will einen Beitrag zum präventiven Jugendmedienschutz leisten.
  • Weiterhin ist Medienkompetenz eine Voraussetzung dafür, dass möglichst vielen Menschen Zugang zu Wissen, Bildung und Information bekommen.
  • Zudem soll ihnen die Teilhabe an den gesellschaftspolitischen Prozessen ermöglicht werden, die in hohem Maße von Medien gesteuert werden.


Chancengleichheit
Alle Bemühungen der LfM zur Vermittlung von Medienkompetenz haben das gemeinsame Ziel, dass möglichst viele Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und materieller Ausstattung, an den Medien und an neuen Kommunikationswegen teilhaben, deren Vorteile und Chancen nutzen können und potenzielle Risiken vermeiden lernen. Die LfM will mit ihren Maßnahmen die Fähigkeit jedes einzelnen Menschen zur Medienkritik fördern, sie will Möglichkeiten zur eigenständigen Mediengestaltung bereitstellen, zur fundierten Medienkunde beitragen sowie zur selbstbestimmten und reflektierten Mediennutzung befähigen. Medienkompetenz soll in der Gesellschaft verstärkt etabliert und ein Beitrag zur Chancengleichheit geleistet werden.

LfM-Leitbilder zur Förderung von Medienkompetenz.


Home